Cait
Am
nächsten Morgen wurde ich von dem Vibrieren meines Handys geweckt.
Diese Nacht war mal wieder viel zu kurz.
Eine
neue Nachricht
Von:
Calum
Bevor
die Jungs und ich heute wieder nach London fliegen, da der Urlaub
vorbei ist und die Tour weiter geht, sollst du wissen, dass alles was
ich gestern Nacht gesagt habe, wahr ist. Aber ich glaube, dass du
einfach jemand besseren verdient hast. Jemanden, der dich nicht
belügt. Bitte pass' auf dich auf und versprich mir, dass du nichts
Unüberlegtes tun wirst!
X
Cal
Und
dann traf es mich wie ein Blitz. Mir kamen wieder die Bilder von
letzter Nacht in den Sinn. Wie von einer Tarantel gestochen, sprang
ich auf, suchte mir die nächst besten Klamotten zusammen und wählte
gleichzeitig Grace' Nummer. Ich konnte ihn doch nicht einfach so
fliegen lassen. Ich bereute, dass ich weggelaufen war und mir wurde
schlagartig bewusst, dass ich einen großen Fehler begangen hatte,
den ich schleunigst wieder rückgängig machen musste. Ich musste
mich einfach am Riemen reißen und über meinen Schatten springen.
Wir hatten beide Fehler begangen und es war an der Zeit einen
Neustart zu wagen. Ja, diese Einsicht kam ziemlich spät und
plötzlich, aber besser spät als nie.
„Cait?
Was ist los? Hast du mal auf die Uhr gesehen? Es ist sieben Uhr
morgens und heute haben wir frei, falls du es vergessen hast...
Studientag der Lehrer und so“, meldete sich meine beste Freundin
verschlafen am andere Ende der Leitung. „Jaja Grace hör zu. Ich
brauch deine Hilfe. Kannst du mich bitte zum Flughafen fahren. Es ist
wirklich unglaublich wichtig! Ich erklär' dir alles auf dem Weg“,
bettelte ich, während ich mich in meine Hose zwängte. „Okay, ich
bin gleich da“, sagte sie nach kurzem Zögern und legte auf. Das
liebte ich so sehr an ihr. Sie fragte nicht lange nach, sondern
vertraute mir einfach. Außerdem konnte sie Autofahren, was ihr noch
einen Pluspunkt verschaffte. (Nicht, dass sie diese Pluspunkte nötig
hätte).
Schon
nach kurzer Zeit stand Grace dann schließlich vor meiner Haustür.
Auf dem Weg zum Flughafen erzählte ich ihr alles, was schon längst überflüssig war. Zu meinem Glück fragte sie nicht viel nach und wollte vorerst auch keine genaueren Details wissen.
Auf dem Weg zum Flughafen erzählte ich ihr alles, was schon längst überflüssig war. Zu meinem Glück fragte sie nicht viel nach und wollte vorerst auch keine genaueren Details wissen.
„Oh
man Cait, da hast du dir aber was eingebrockt! Hätte ich das alles
gewusst, hätte ich dir doch geholfen. Wieso redest du denn nicht mit
mir?“, verlangte meine Freundin zu erfahren, während sie gerade um
die Ecke bog. „Ich... ich weiß es nicht. Wahrscheinlich wollte ich
dir einfach nicht die Ohren mit meinen Problemen voll heulen.“
Zugegebenermaßen hatte ich wirklich ein schlechtes Gewissen, dass
ich ihr nichts davon erzählt hatte. „Ab jetzt gibt es keine
Geheimnisse mehr. Versprochen?“, fragte sie mich. „Versprochen“,
bestätigte ich lächelnd. Ich war froh, dass sie mir nicht sauer
war. „Sieht er denn wenigstens gut aus?“, meinte Grace plötzlich.
Das war wirklich typisch für sie. „Und wie“, schwärmte ich
grinsend.
Nervös
rutschte ich auf meinem Sitz hin und her und knetete meine Finger.
Die Fahrt kam mir wie eine Ewigkeit vor. In dem Ort, wo ich wohnte
gab es schließlich keinen Flughafen, weshalb wir nach Miami fahren
mussten.
„Wir
sind da. Schnapp' ihn dir!“, sagte meine beste Freundin, als der
Waagen auf dem Parkplatz des Flughafengeländes zum Stehen kam. Sie
zwinkerte mir noch kurz zu und dann machte ich mich auf den Sprint
meines Lebens gefasst.
So
schnell ich konnte, rannte ich in die Eingangshalle. Zum Glück waren
noch nicht viele Leute hier, weshalb mich keiner aufhalten konnte.
Ich hoffte inständig, dass es nicht schon zu spät war. Ich würde
mir das niemals verzeihen. Ich kam kurz zum Stehen und sah auf die
Anzeigetafel. Der Flug nach London ging in ein paar Minuten. Ich
konnte es schaffen. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu Letzt. Doch
als ich sah, zu welchem Gate ich musste, stockte mir der Atem:
„Gate Z11“. Das durfte doch nicht wahr sein! Das lag
am anderen Ende des Flughafens. Doch mir blieb keine Zeit zum
Nachdenken. Ich musste es einfach versuchen und rannte wieder los.
Meine Lunge brannte und ich bekam keine Luft mehr, aber das war mir
gerade reichlich egal. Der Weg kam mir so endlos vor und zu allem
Übel wurde der Flughafen immer voller.
Ich
schlängelte mich durch all die Leute und war mehr als erleichtert,
als ich das Gate endlich erblickte. Vom Weiten sah ich, dass die
Glastür noch offen stand. Ich hatte nur noch wenige Meter vor mir
und... Was? Nein! Das konnte doch nicht sein! „Halt, warten Sie!“,
rief ich, als sich die Tür langsam schloss. „Nein! Bitte!“, rief
ich weiter, aber es war schon zu spät. Schwer atmend kam ich vor der
verschlossenen Glastür zum Stehen. Auf der anderen Seite sah ich,
wie sich die letzten Passagiere auf den Weg ins Flugzeug machten.
Einer von ihnen kam mir verdächtig bekannt vor. „C... Calum?“,
fragte ich leise. Ich blickte noch einmal genauer hin und dann hatte
ich keinen Zweifel mehr. „Calum!“, schrie ich und hämmerte mit
meinen Fäusten gegen die Tür. Der Angesprochene drehte verwirrt
seinen Kopf zu mir und sah mir direkt in die Augen. Ich war so
unglaublich erleichtert. Ich hatte es doch noch geschafft. Calum kam
in meine Richtung und ein Lächeln schlich sich in mein Gesicht. Doch
kurz bevor er an der Tür angekommen war, wurde er von einem
Securitymann zurück gehalten. Ich konnte nicht genau verstehen, was
sie sagten, aber es sah nach einer heftigen Diskussion aus. Auf
einmal kam von rechts noch ein Mann in schwarzer Kleidung, der Calum
zum Flugzeug bringen wollte. Cal währte sich, doch er hatte keine
Chance. Mir schossen Tränen in die Augen, welche ich auch nicht
zurück halten konnte. Er warf einen letzten traurigen Blick auf
mich. „Ich liebe dich auch“, rief ich, bevor Calum endgültig weg
gezerrt wurde und aus meinem Sichtfeld verschwand.
Ich
drehte mich mit dem Rücken gegen die Scheibe und ließ mich langsam
an ihr auf den Boden gleiten. Meine Knie winkelte ich an und meinen
Kopf vergrub ich in meinen Händen. Es war aus. Ich hatte es mal
wieder vermasselt. Es war alles meine Schuld und ich konnte es nicht
mehr rückgängig machen. Wie immer hatte ich es mir selbst verbockt.
Wieso musste meine Einsicht denn auch so spät kommen? Wieso hatte
ich mir die Gefühle für Calum nicht einfach schon früher
eingestehen können? Jetzt, wo ich endlich wusste, was ich wirklich
für ihn empfand, war es nämlich zu spät. Er war weg und ich war
mir noch nicht einmal sicher, ob er gehört hatte, was ich als
letztes zu ihm gesagt hatte...
Ja, jetzt ist er weg. Manche von euch denken sich jetzt vielleicht: "Was? Nein! Wieso?", aber ich wollte dieses Kapitel einfach nicht zu klischeehaft gestalten. In den meisten Geschichten kommt das Mädchen nämlich noch gerade rechtzeitig und fällt ihrem Schwarm in die Arme, sie werden glücklich und zufrieden blablabla. Ich wollte das Ganze einfach mal etwas anders gestalten haha. :D
Ich hoffe es gefällt euch und würde mich über etwas Feedback sehr freuen. :)
Lg. Janina♥
Kannst du nicht noch eins hochladen haha :D sooooo hammer geil *-*
AntwortenLöschenDas Kapitel ist echt wieder voll schön geworden :) du kannst so hammermäßig gut schreiben!!:) noch ein Kapitel wäre schon echt super ;) dann müssten wir nicht wieder eine ganze Woche warten :D
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Weißt du eigentlich, dass du total fies bist!? Du haust ein super Kapitel nach dem anderen raus und spannst uns dann EINE GANZE WOCHE lang auf die Folter!! Böse ist das :D kannst du nicht ne Ausnahme machen und noch eins hochladen? Oder gleich täglich eins posten? Biiiiiiiitteeee! :P <3
AntwortenLöschenJa, ich bin echt total böse muhahahaha. :D
LöschenUnd beim nächsten Kapitel werde ich noch fieser sein, aber Näheres dazu wirst du leider erst am Samstag erfahren! :D
Pff, verbieten sollte man sowas :D
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